Modellprojekt "Ort schafft Mitte"

 
Blaibach zählt zu den 10 bayerischen Modellvorhaben
„Ort schafft Mitte“
 

 

Aus 85 Mitbewerbern wurde Blaibach für das Modellprojekt ausgewählt – Ziel sei es die
Leerstände in der Ortsmitte zu beseitigen.

 

Um aufzuzeigen, wie man in Modellkommunen mit unterschiedlichen Maßnahmen wirkungsvoll und innovativ die Ortszentren im ländlichen Raum stärken kann, hat das Staatsministerium des Inneren das Modellvorhaben „Ort schafft Mitte“ ins Leben gerufen. Wie Staatsminister Joachim Herrmann bei der Vorstellung des Modellvorhabens „Ort schafft Mitte“ auslobte, soll damit die Handlungsfähigkeit der Städte und Gemeinden gestärkt und aktiv gegen Leerstände und Wertverluste im ländlichen Raum vorgegangen werden. Um den Auswirkungen des wirtschaftstrukturellen und demografischen Wandels entgegenzuwirken, sollen die konkreten Handlungsschwerpunkte vor Ort bewertet und dazu problemorientierte Lösungsmöglichkeiten entwickelt werden so das Ziel. Insgesamt haben sich für den Wettbewerb „Ort schafft Mitte“ 85 Städte, Märkte und Gemeinden aus ganz Bayern beworben, die gemeinsam mit Imobilieneigentümern, Gewerbetreibenden und Bewohnern die Initiative ergreifen und ihre Ortsmitte neu beleben wollen. Am vergangenen Mittwoch wurde nach der erfolgten Auswertung die Auswahlentscheidung beim Bayerischen Staatsministerium des Innern und der obersten Baubehörde getroffen. Das Gremium mit Vertretern des Bayerischen Städtetages und des Bayerischen Gemeindetages wählte aus den 85 Bewerbungen zehn bayerische Modell-projekte aus wobei die Modellvorhaben in den Städten Freyung, Kemnath, Röttingen und Schrobenhausen, den Märkten Mitwitz, Schnaittach und Stadtlauringen auch die Gemeinden Mertingen und Blaibach sowie im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit die Städte Schwarzenbach am Wald, Selbitz und Naila verwirklicht werden soll. Die Umsetzung der Modellprojekte beginnt dabei im Frühjahr 2011 mit einer Auftaktveranstaltung , bei der sich die Modellgemeinden vorstellen. Dabei wird diesen die Modellgemeinden während der dreijährigen Umsetzungsphase eine wissenschaftliche Begleitforschung zur Seite gestellt. Vorrangiges Ziel ist es , den Städten und Gemeinden Handlungsspielräume zur Beseitigung von Gebäudeleer-ständen, Brachflächen und Infrastrukturdefiziten zu geben, so Innenminister Joachim Herrmann. Von besonderer Bedeutung für die Projektauswahl , so der Minister, waren die Klarheit der Zielsetzung, innovative Projektvorschläge, die Mitwirkungsbereitschaft der Betroffen vor Ort sowie ein überzeugender Vorschlag für die Organisationsstruktur.

Die Gemeinde Blaibach, allen voran Bürgermeister Ludwig Baumgartner freute sich besonders über die positive Entscheidung, dass sich Blaibach unter den ausgewählten Gemeinden befindet und sich nach Jahren des Stillstandes im Rahmen der Dorferneuerung ein neuer Abschnitt in Angriff genommen werden kann. Die Zielsetzung sei, so Baumgartner, dass von der Gemeinde die beiden leerstehenden Gebäude, gemeint ist das so genannte frühere Strotzer Haus (blaues Haus) und das ehemalige Bäckereigebäude erworben werden, für die man bereits eine Kaufoption habe.

 

 

Während im „Blauen Haus“ die Unterbringung der Gemeindeverwaltung vorgesehen sei, ist für das Bäckerhaus eine künftige private Nutzung vorgesehen, wobei mit der Aktion ZentrumsGründerBlaibach verschiedene Vorschläge erarbeitet werden. Wünschenswert wäre, dass sich hier viele interessierte Bürger finden, die zusammen mit der Gemeinde, Vertretern von Handel, Gewerbe und Dienstleistung sowie Vereinen und des Gesundheitswesen und Vertretern von Senioren und Jugend entsprechende Konzepte, Anregungen und Ideen erarbeiten um Blaibach und „Ort schafft Mitte“ weiter voran zu bringen. 

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